CO2-absorbierendes Rechenzentrum eröffnet

Gelungene Premiere: Windcloud nimmt Pilotanlage mit integrierter Algenfarm in Betrieb

Bildquelle: Windcloud

Am vergangenen Freitag hat Windcloud die Erweiterung des CO2-freien Rechenzentrums auf dem Greentec Campus eingeweiht. 55 Gäste aus Industrie, Politik und Medien waren zur Eröffnungsfeier ins nordfriesische Enge-Sande gereist. Hier wurden sie von den beiden Geschäftsführern Wilfried Ritter und Stephan Sladek sowie von Technologiepartnern in kleinen Gruppen durch die Anlage geführt. Das Erweiterungsgebäude verfügt über 24 Racks, das Rechenzentrum wird eine IT-Leistung von 60 KW bieten. Es wird nach der europaweit länderübergreifenden Norm EN 50600, VK3 zertifiziert werden, um höchste Standards für die Verfügbarkeit, Sicherheit und Energieeffizienz zu garantieren. Als weltweit erster Anbieter setzt das deutsche Unternehmen auf einen CO2-Abbau durch den laufenden Rechenzentrumsbetrieb. So wird für die Stromversorgung ausschließlich regenerative Energie eingesetzt, die zu 98% aus Windkraft gewonnen wird. Diese ist in Nordfriesland in hohem Maße verfügbar. Die entstehende Abwärme wird unmittelbar vor Ort verwendet, um zusätzlich CO2 abzubauen: Dafür wurde auf dem Dach des Gebäudes eine Spirulina-Algenfarm in Kooperation mit Novagreen installiert.

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„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir unseren Erweiterungsbau trotz Corona ohne größeren Zeitverzug fertigstellen konnten. Das verdanken wir nicht zuletzt dem großen Engagement der bei Bau und Betrieb beteiligten Unternehmen wie der Dierck Firmen Gruppe“, sagt Wilfried Ritter, Geschäftsführer von Windcloud. „Mit der Algenfarm konnten wir jetzt ein lang geplantes Projekt umsetzen, mit dem wir das wichtige Thema nachhaltige Digitalisierung voranbringen wollen. Das positive Feedback zahlreicher Teilnehmer bestätigt uns darin, dass wir mit unserer Vision eines CO2-absorbierenden Rechenzentrums auf dem richtigen Weg sind.“

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Die Algenfarm hat eine Gesamtfläche von 240 m2, sie wird in Kooperation mit der Firma Novagreen betrieben. Die Spirulina-Algen werden hier in horizontalen Becken sowie in vertikalen Schläuchen gezüchtet. Die nachhaltige Ressource Algen bietet ein nahezu unbegrenztes Potenzial als Rohstoff unter anderem für die Nahrungsmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie.

Algen enthalten aber nicht nur wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente, sie bauen zudem CO2 ab und können somit dazu beitragen, einen CO2-Verursacher wie ein Rechenzentrum zu einem CO2-Absorbierer zu machen. Windcloud will in der Pilotanlage die Wirtschaftlichkeit dieser Art der Abwärmenutzung ermitteln.  Darauf aufbauend soll das Projekt ausgeweitet und um weitere nachhaltige Partnerschaften ergänzt werden, z.B. in den Bereichen Indoor-Farming, Hanfanbau und Fischzucht.


 
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03.09.2020
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